Rechtes Gedankengut hat bei uns keinen Platz!

Himmel

Das Bild der Öffentlichkeit über Live-Rollenspiel ist zwiegespalten: Zum Einen gibt es inzwischen eine breite, positive Berichterstattung. Zum Anderen ist Live-Rollenspiel immer wieder dem Vorwurf ausgesetzt, rechtes Gedankengut zu verbreiten.

Warum ist das so? Und ist daran vielleicht etwas Wahres?

 
Wer auf eine Gruppe spielender Live-Rollenspieler trifft, dem drängen sich bestimmte Eindrücke geradezu auf:

  • viele, merkwürdig verkleidete Menschen auf einem Haufen
  • Kämpfe mit Gummi-Schwertern
  • gemeinsames Tanzen, Singen oder Sitzen am Lagerfeuer
  • martialisches Auftreten, Grölen und Brüllen ...
  • die meisten Cons finden abseits der Öffentlichkeit in Wäldern, Lichtungen oder anderen entlegenen Plätzen statt

Daher begegnen viele Menschen Rollenspielern zunächst mit Misstrauen.
Man versteht nicht, was „die da machen“. Und wenn dann noch militärisch-kameradschaftliche Elemente hinzukommen, zum Beispiel gemeinsames Marschieren, Übernachten in Zelten oder uniformähnliche Verkleidungen, ist die gedankliche Verbindung zu rechten „Wehrsportgruppen“ oder ähnlichen Vereinigungen schnell geschlossen.

Sicherlich gibt es gewisse Parallelen zwischen den Freizeitaktivitäten rechter Gruppen und Live-Rollenspielen. Auch mag sich der ein oder andere Rechtsgesinnte auf eine Con verirren.

Doch führt man sich die Unterschiede vor Augen, wird klar, dass LARP nichts mit rechter Ideologie gemeinsam hat:

  • alles, was auf einer Con passiert, geschieht im Spiel; es gibt keine Verbindung zur echten Welt
  • LARP spricht breite Bevölkerungsschichten an, jeder kann Live-Rollenspiel betreiben, unabhängig von Aussehen, Herkunft, Ideologie oder Gesinnung; auf einer Con finden sich sowohl Ärzte und Juristen, als auch Handwerker und Facharbeiter oder Studenten
  • Live-Rollenspiel ist unpolitisch; kein Live-Rollenspieler möchte seine persönlichen politischen Überzeugungen durchsetzen
  • Live-Rollenspiel zielt auf die Entwicklung der Persönlichkeit, auf Selbständigkeit, auf Selbstverwirklichung und natürlich auf Spaß an der Sache ab, nicht ideologische Indoktrination


Wir von ECW möchten dazu beitragen, LARP in der Öffentlichkeit als das zu zeigen, was es eigentlich ist:

Wir sind überzeugt davon, dass Live-Rollenspiel eine großartige Chance für Jugendliche ist, sich selbst kennen zu lernen, ein Bewusstsein für ihre eigenen Stärken und Schwächen zu entwickeln, über sich hinauszuwachsen.

Durch eine konsequente und transparente Öffentlichkeitsarbeit, durch Aufklärung und Informationsangebote, durch eine starke Präsenz im Internet, in Print- und Online-Medien, durch aktive Werbung mit LARP als Weg der Jugendbildung und Völkerverständigung.

Daher haben fremdenfeindliche, diskriminierende und extremistische Gedanken auf unseren Events keinen Platz!

Der Vorstand, die Orga und das Team von ECW.